Barrierefrei fahren

Als öffentliches Verkehrsunternehmen möchten wir ein barrierefreies Verkehrsangebot schaffen, das allen Menschen erlaubt, unsere Busse zu nutzen. Dies gilt nicht nur für ältere oder körperlich benachteiligte Personen, die z. B. auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Vielmehr soll sich jeder Mensch, der in seiner Mobilität eingeschränkt ist, angesprochen fühlen. Etwa, wenn man mit einem Kinderwagen unterwegs ist oder auch nur, wenn man einen gebrochenen Fuß hat.

Um Voranmeldung wird gebeten

Laut Fahrplan wird auf vielen Stadt- und Regionalbuslinien barrierefreies Fahren angeboten. Dennoch bitten wir Sie um Ihre telefonische Voranmeldung, damit wir eine adäquate Beförderung ermöglichen können. Gerne über unser Servicetelefon 03425 89 89 89, möglichst 24 Stunden vor Fahrtbeginn.

Einfaches Ein- und Aussteigen

Um barrierefreies Fahren in weiten Teilen des Linienverkehrs zu gewährleisten, kommt unseren zahlreichen Niederflurfahrzeugen eine große Bedeutung zu. Mithilfe einer steuerbaren Hydraulik ermöglichen sie einen vereinfachten Ein- und Ausstieg auf Höhe des Bussteigs. Sollte diese komfortable Technik einmal nicht zur Verfügung stehen, werden mobile Rampen oder Hebebühnen durch das Fahrpersonal eingesetzt.

Weitere begleitende Maßnahmen erhöhen die Barrierefreiheit im Bus und an den Haltestellen:

  • Sprechanlagen an der Haltestelle geben wichtige Informationen zum Linienverlauf wieder
  • gewöhnlich befindet sich im Mittelteil eines Normalbusses ein Abstellplatz für Rollstühle, Kinderwagen oder Rollatoren
  • vor dem Anfahren jeder Haltestelle erfolgt die Ansage des Haltestellennamens
  • viele Haltewunschtasten sind mit der Braille- bzw. Blindenschrift ausgestattet

Informationen in Leichter Sprache

Auf der Internetseite des MDV stehen Informationen in Leichter Sprache zur Verfügung, um den ÖPNV für kognitiv eingeschränkte Menschen besser zugänglich zu machen. Damit werden mobilitätseingeschränkte Personen angesprochen, bei denen die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten, das Ausdrucksverhalten, die Motorik sowie die sprachliche und nichtsprachliche Kommunikation beeinträchtigt sind.

Komplexe Informationen wie Tarifbestimmungen und Ticketinformationen werden darüber hinaus in der Broschüre „Der MDV-Tarif in Leichter Sprache“ bildreich und mit leicht verständlichen Worten dargestellt.

Unentgeltliche Mitnahme mobilitätseingeschränkter Personen im MDV
Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Schwerbehindertenausweis zusammen mit dem weißen Beiblatt mit aufgeklebter oder integrierter gültiger Wertmarke des Versorgungsamtes.

Mobilitätstraining ermuntert zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Die Initiative "ÖPNV für alle" verfolgt den Gedanken, dass der öffentliche Nahverkehr prinzipiell für alle Bürger nutzbar sein muss. Als kommunales Verkehrsunternehmen befinden wir uns im ständigen Austausch mit der Projektgruppe, u. a. durch die Veranstaltung spezieller Mobilitätstrainings.

Unter Anleitung von Fachleuten werden nicht nur theoretische Inhalte vermittelt, sondern auch Übungen in der Praxis durchgeführt. Nicht selten steht am Ende eines gemeinsamen Trainings die Erkenntnis, dass eine anfängliche Scheu bzw. fehlende Erfahrung mobilitätseingeschränkte Menschen vom Busfahren abgehalten hat. In Wirklichkeit gestaltet sich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel problemlos. Neben dem praktischen Nutzen wird also oftmals auch mit Vorurteilen aufgeräumt.

Impressionen von einem Mobilitätstraining in Grimma

Sie sind an einem Mobilitätstraining interessiert...?

....oder Sie kennen Bekannte im Freundes- und Familienkreis, die sich eine Form der Information - vielleicht auch praktische Unterstützung - wünschen? | Dann kontaktieren Sie uns gerne.